Perfetti

Wer ist Perfetti?

Das Perfetti Konzept ist nach dem italienischen Arzt, Klinikleiter und Professor Carlos Perfetti benannt, der Chefarzt einer Rehabilitationsklinik ist.

Professor Perfetti und sein Team arbeiten heute noch richtungsweisend, besonders was die Verbindung von Forschung und Wissenschaft und die folgende Umsetzungen der neuesten Forschungsergebnisse in die Praxisanbelangt.

Ausgangspunkt war die Unzufriedenheit Prof. Perfettis mit der Rehabilitation der Hand. Er und sein Team fragten sich, warum gerade bei der Rehabilitation der Hand und des Armes nach einem Schlaganfall gegenüber der unteren Extremität so geringe Fortschritte erzielt wurden. 1970 begannen er und sein Team mit grundlegenden Überlegungen und kritischer Forschungsarbeit.

Seine Überlegung war, dass die wichtigste Grundvoraussetzung für das Lernen die Aufmerksamkeit und die Konzentration ist. Der Patient soll lernen seinen Tonus durch Konzentration zu regulieren.

Die Therapeutischen Übungengliedern sich folgendermaßen:

  • Übungen 1. Grades:
    Der Therapeut führt die Bewegung vollständig aus, ohne visuelle Sichtkontrolle des Patienten. Es beinhaltet keinerlei Muskelaktivität. Es wird Aufmerksamkeit gefordert über Richtung, Distanz und Richtungswechsel. Die Übungen erzeigen Aktivität in dem Teil des Cortex, der eine Bewegung kinematisch speichert und verbessert die Oberflächen- und Tiefensensibilität, als Grundvoraussetzungen der Bewegungsfähigkeit
  • Übungen 2. Grades:
    Die Bewegungen werden teilweise mit visueller Kontrolle durchgeführt. Der Patient hilft bei der Bewegungsinformationssuche mit. Dadurch wird im Cortex der Bereich aktiviert, der die Bewegung dynamisch speichert. Der Patient erlernt das richtige programmieren einer Bewegung in Raum, Zeit und Intensität.
  • Übungen 3. Grades:
    Die Übungen werden durch den Patienten selbständig durchgeführt mit und ohne visueller Kontrolle.